Wie kann man über eine Bevölkerungsgruppe eine Ausstellung machen, deren Angehörige mit ihren Vorfahren oft nichts mehr zu tun haben möchten, die deren Ruf und deren ererbte Nachnamen als Ballast empfinden?

 

Die Ausstellung wurde für das Schlossmuseum Landeck von Eva Lunger-Valentini konzipiert und gestaltet. Die wissenschaftliche Leitung hatte Dr Roman Spiess.

Sie haben es sich nicht leicht gemacht, denn leicht gemacht hat man es sich mit den Jenischen lange genug. Wenn von den Kessel-, Korb- und Pfannenflickern, Hausierern, Scheren- und Messerschleifern sowie "Chachaliflickern" die Rede war, so verband die sesshafte Bevölkerung damit bestimmte Klischeebilder, Vorurteile, die in der Ausstellung mit "Aussenbilder" benennt werden.

Deshalb wurde bei der Gestaltung der Ausstellung darauf geachtet, dass auch die Jenischen zu Wort kommen und mitarbeiten und so "Innenansichten" mit der Unterstützung von Vertretern der Wissenschaft entstanden, die sich von den alten Vorurteilen lösen und, so schwer das auch fallen mag, von ihren Vorgängern distanzieren. Auf diese Art und Weise entsteht ein ganz anderes Bild der Jenischen.

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