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Käfigturm - Ein Polit-Forum des Bundes

 

 

 

Käfigturm - Un forum politique de la Confédération

 

 

 

POLIT-FORUM IM KÄFIGTURM
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DER BERGIER BERICHT

Nach fünfjähriger Forschungstätigkeit hat die Unabhängige Experten-kommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg (UEK) - auch "Bergier-Kommission" genannt - ihren Auftrag erfüllt und wird aufgelöst. Endpunkt der Arbeiten bildet der Schlussbericht, der am Tag der Ausstellungs-eröffnung publiziert wird. Die Ausstellung veranschaulicht auszugsweise die Forschungsergebnisse, macht den Schlussbericht einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und stellt die Resultate zur Diskussion.

Der Schlussbericht
In insgesamt 25 Teilstudien hat die UEK das Verhalten der Schweiz während der Zeit des Nationalsozialismus untersucht. Mit einem einzigartigen Archivprivileg ausgerüstet haben in den intensivsten Jahren über 40 Forscherinnen und Forscher gleichzeitig in schweizerischen und ausländischen Archiven geforscht. Im Zentrum des Interesses standen die Goldtransaktionen der Schweizerischen Nationalbank mit dem nationalsozialistischen Deutschland und die nachrichtenlosen Vermögen auf Schweizer Banken. Der mit Spannung erwartete Schlussbericht fasst die Forschungsergebnisse auf rund 550 Seiten zusammen und stellt sie in einen internationalen Zusammenhang.

Die Ausstellung
Die Ausstellung hält sich inhaltlich eng an den Schlussbericht. Sie geht auf Kernaussagen ein, illustriert das Verhalten einzelner im Bericht genannter Akteure und thematisiert durch Vergleiche die Frage, ob Handlungsspielraum vorhanden war. Zeitzeugen kommen zu Wort, Abzüge von Archivquellen werden gezeigt und Ton- und Filmmaterialien aus jener Zeit abgespielt. Vom Ablauf her geht die Ausstellung nach der Einleitung in die Thematik vertieft auf die Themenkomplexe "Umgang mit verfolgten Menschen, mit Gütern und mit Vermögenswerten" ein. Eingangs der Ausstellung sind sämtliche Berichte der UEK greifbar und können käuflich erworben werden. Eine Lounge mit Bibliothek und Kaffeeecke lädt zum Verweilen und Diskutieren ein. Die begleitenden Veranstaltungen im Käfigturm und die Filmreihe im Kino des Kunstmuseums Bern bieten zusätzliche Möglichkeiten zu einer vertieften Auseinandersetzung mit der Thematik.


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VERANSTALTUNGSPROGRAMM

  • Donnerstag 16. Mai 2002, 18.30 Uhr: Podiumsgespräch

Veranstalterin: Frau Dr. Helena Kanyar (Historikerin und Herausgeberin von "Alltag der Jenischen, Sinti und Roma in der Schweiz")
Die Schweizer Zigeunerpolitik: Klischee und Realität
Helena Kanyar im Gespräch mit Thomas Huonker (Co-Autor der UEK-Studie "Roma, Sinti und Jenische: Schweizerische Zigeunerpolitik zur Zeit des Nationalsozialismus", Robert Huber (Präsident "Radgenossenschaft der Landstrasse"), Cristina Kruck (Gründerin "Rroma Fondation"), Stéphane Laederich (Autor "History of Roma") und Thomas Meier (Mitautor "Das Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse").

  • Freitag 31. Mai 2002, 18.30 Uhr: Podiumsgespräch

Der Start der ersten Jenischen- und Roma-Organisationen der Schweiz (1970 - 1980)
Christophe von Werdt (Leiter Osteuropabibliothek) im Gespräch mit Marielle Mehr (Schriftstellerin), Hans Caprez (ehem. Redaktor des "Beobachter"), Walter Wegmüller (Kunstmaler), Jan Cibula (erster Präsident der Int. Roma-Union) und CVP-Nationalrat Remo Galli.

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