schäft qwant    Dokumente betreffend die "Bekämpfung der Zigeunerplage" im Nationalsozialismus

Bekämpfung der Zigeunerplage
8.12.1938
Ausführungsanweisung
1.3.1939
Schnellbrief
27.4.1940
Richtlinien
27.4.1940
Betrifft: Zigeunerhäuptlinge
13.10.1942
Schnellbrief
29.1.1943
Betrifft: Zurückbleibendes Vermögen
30.1.1943
betr. Staatsfeindlichkeit
26.1.1943
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Bekämpfung der Zigeunerplage
RdErl. d. RFSSuChdDtPol. im RMdI. vom 8.12.38
-S- Kr. 1 Nr. 557 VIII/38 - 2026 - 6 (RMBliV. S. 2105 f)
A. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
I. Inländische Zigeuner

1. (1) Die bisher bei der Bekämpfung der Zigeunerplage gesammelten Erfahrungen und die durch die rassenbiologischen Forschungen gewonnenen Erkenntnisse lassen es angezeigt erscheinen, die Regelung der Zigeunerfrage aus dem Wesen der Rasse heraus in Angriff zu nehmen. Erfahrungsgemäß haben die Mischlinge den größten Anteil an der Kriminalität der Zigeuner. Andererseits hat es sich gezeigt, daß die Versuche, die Zigeuner seßhaft zu machen, gerade bei den rassenreinen Zigeunern infolge ihres starken Wandertriebes mißlungen sind. Es erweist sich deshalb als not- wendig, bei der endgültigen Lösung der Zigeunerfrage die rassenreinen Zigeuner und die Mischlinge getrennt zu behandeln.

(2) Zur Erreichung dieses Zieles ist zunächst erforderlich, die Rassenzugehörigkeit dereinzelnen im Deutschen Reich lebenden Zigeuner und der nach Zigeunerart umherziehenden Personen festzustellen.

(3) Ich ordne deshalb an, daß alle seßhaften und nicht seßhaften Zigeuner sowie alle nach Zigeunerart umherziehende Personen beim Reichskriminalpolizeiamt � Reichszentrale zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens � zu erfassen sind.

(4) Die Polizeibehörden haben demgemäß alle Personen, die nach ihrem Aussehen,ihren Sitten und Gebräuchen als Zigeuner oder Zigeuner-Mischlinge angesehen werden, sowie alle nach Zigeunerart umherziehenden Personen über die zuständige Kriminalpolizeistelle und Kriminalpolizeileitstelle an das Reichskriminalpolizeiamt - Reichszentrale zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens � zu melden.

(5) Die Meldung hat auf einer Kartei nach näherer Anweisung des Reichskriminalpolizeiamtes zu erfolgen.

2. (1) Vor Erstattung der Meldung sind alle Zigeuner, Zigeuner-Mischlinge und nach Zigeunerart umherziehenden Personen, die das 6. Lebensjahr vollendet haben, erkennungsdienstlich zu behandeln.

(2) Ferner ist vor der Meldung das Personenfeststellungsverfahren durchzuführen. Zu diesem Zweck kann gem. Ziff. A II 1 f des RdErl. v. 17.12.37 - Pol S-Kr 3 Nr. 1682/37 - 2098 - (nicht veröffentlicht) über vorbeugende Verbrechensbekämpfung durch die Polizei die polizeiliche Vorbeugungshaft verhängt werden.

(3) Bei der Personenfeststellung ist auch die Staatsangehörigkeit der erfassten Personen zu überprüfen. Das Ergebnis ist in der dem Reichskriminalpolizeiamt vorzulegenden Karteikarte zu vermerken, und zwar dahingehend, ob Reichsangehörigkeit oder eine fremde Staatsangehörigkeit nachgewiesen ist. Ist der Nachweis weder

Bekämpfung der Zigeunerplage
8.12.1938
Ausführungsanweisung
1.3.1939
Schnellbrief
27.4.1940
Richtlinien
27.4.1940
Betrifft: Zigeunerhäuptlinge
13.10.1942
Schnellbrief
29.1.1943
Betrifft: Zurückbleibendes Vermögen
30.1.1943
betr. Staatsfeindlichkeit
26.1.1943
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