schäft qwant   Dokumente betreffend die "Bekämpfung der Zigeunerplage" im Nationalsozialismus

Bekämpfung der Zigeunerplage
8.12.1938
Ausführungsanweisung
1.3.1939
Schnellbrief
27.4.1940
Richtlinien
27.4.1940
Betrifft: Zigeunerhäuptlinge
13.10.1942
Schnellbrief
29.1.1943
Betrifft: Zurückbleibendes Vermögen
30.1.1943
betr. Staatsfeindlichkeit
26.1.1943
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d)  alle Inspekteure der Sicherheitspolizei und des SD (ausgenommen Wien und Salzburg);

e)  alle Inspekteure (Befehlshaber) der Ordnungspolizei im Reich (ausgenommen Wien und Salzburg);

f)  die Leiter der Kriminalpolizeistellen � oder Vertreter im Amt � ausgenommen KPSt. Linz, Graz, Salzburg, Klagenfurt, Innsbruck);

g)  die Leiter der Staatspolizei(leit)stellen � oder Vertreter im Amt � (ausgenommen Wien, Linz, Graz, Salzburg, Klagenfurt, Innsbruck);

h) die Leiter der DS(Leit)-Abschnitte � oder Vertreter im Amt � (ausgenommen Wien, Linz, Graz, Salzburg, Klagenfurt, Innsbruck);

i) das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt � Amtsgruppe D-KL-, z. Hd. von SS-Brigadeführer Glücks in Oranienburg;

k) das Konzentrationslager � Kommandantur � in Auschwitz;

1) das Amt I, Ref. B 3 im Hause, zur Verteilung von 13 Überdrucken an die Schulen der Sicherheitspolizei und des SD;

m) das Amt II, Ref. A 1, im Hause;

n) das Amt III, im Hause;

o) das Amt IV, Ref. B 4, im Hause;

p) das Hauptamt Ordnungspolizei in Berlin NW 7, Unter den Linden 72�74.

Betrifft: Einweisung von Zigeunermischlingen, Rom-Zigeunern und balkanischen

Zigeunern in ein Konzentrationslager Anlagen: Drei.

I. Auf Befehl des Reichsführers-SS vom 16. 12. 1942 � Tagb.Nr. 1 2652 42 Ad RF V � sind Zigeunermischlinge, Rom-Zigeuner und nicht deutschblütige Angehörige zigeunerischer Sippen balkanischer Herkunft nach bestimmten Richtlinien auszuwählen und in einer Aktion von wenigen Wochen in ein Konzentrationslager einzuweisen. Dieser Personenkreis wird im Nachstehenden kurz als �zigeunerische Person" bezeichnet. Die Einweisung erfolgt ohne Rücksicht auf den Mischlingsgrad familienweise in das Konzentrationslager (Zigeunerlager) Auschwitz.

Die Zigeunerfrage in den Alpen- und Donau-Reichsgauen wurde durch besonderen Erlaß geregelt.

Die künftige Behandlung der reinrassigen Sinte- und der als reinrassig geltenden Lal-leri-Zigeuner-Sippen bleibt einer späteren Regelung vorbehalten.

II. Von der Einweisung bleiben ausgenommen:

1.  Reinrassige Sinte- und Lalleri-Zigeuner;

2.  Zigeunermischlinge, die im zigeunerischen Sinne gute Mischlinge sind u. gem. Erlaß des Reichssicherheitshauptamtes vom 13. 10. 1952 � V A 2 Nr. 226C 42 � und vom 11. 1. 43 � V A 2 Nr. 40,43 � einzelnen reinrassigen Sinte- und als reinrassig geltenden Lalleri-Zigeunersippen zugeführt werden;

3.  zigeunerische Personen, die mit Deutschblütigen rechtsgültig verheiratet sind;

4.  sozial angepaßt lebende zigeunerische Personen, die bereits vor der allgemeinen Zigeunererfassung in fester Arbeit standen und feste Wohnung hatten.

Die Entscheidung, ob eine zigeunerische Person sozial angepaßt lebt, hat die zuständige Kriminalpolizei(Ieit)stelle auf Grund polizeilicher Feststellungen und erforderlichenfalls nach Einholung der Stellungnahmen der zuständigen Dienststellen der NSDAP (Kreisleiter. NSV, Rassenpolitisches Amt) zu treffen. Zu berücksichtigen sind auch die Beurteilung durch den Arbeitgeber und die Auskunft der zuständigen Krankenkasse.

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Der ursprüngliche Geheimcharakter ist gemäß VI 13 obigen Erlasses mit Wirkung vom 1. 5. 1943 aufgehoben.

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Bekämpfung der Zigeunerplage
8.12.1938
Ausführungsanweisung
1.3.1939
Schnellbrief
27.4.1940
Richtlinien
27.4.1940
Betrifft: Zigeunerhäuptlinge
13.10.1942
Schnellbrief
29.1.1943
Betrifft: Zurückbleibendes Vermögen
30.1.1943
betr. Staatsfeindlichkeit
26.1.1943
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