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Liebe TeilnehmerInnen
Herzlichen
Dank für Eure Anmeldung! Wir freuen uns, Sie am 10./11.2.2007 in Stein am Rhein
zu begrüssen.
Stein
am Rhein liegt in der Ostschweiz, in der Nähe des Dreiländerecks Deutschland –
Schweiz – Österreich. Diese drei „Kernländer
jenischen Lebensraums“ stellen bislang einen
Grossteil unserer Mitglieder und stehen oft auch im Zentrum unserer
Aktivitäten. Grund genug also, unsere Tagung in diesem „Fadenkreuz“ unserer TagungsteilnehmerInnen
anzusiedeln. Das Tagungshotel trägt den sinnigen Namen „Grenzstein“ und liegt auch unweit einer schweizerisch-deutschen
Grenzstelle. Grenzen sind für Jenische auch wichtige
und symbolträchtige Orte. Unsere Vorfahren unternahmen zum Teil noch
weiträumige Handelsfahrten und lernten so auch die Jenischen
anderer Länder kennen. Als „Schwabengänger“
verdingte
Politisch
wird Europa heute neu zusammengeschmiedet wie noch nie. Damit die Jenischen im vereinten Europa einen Platz einnehmen können,
der das Weiterleben ihres Volkes, ihrer Traditionen, ihrer Kultur
gewährleistet, brauchen sie Stimmen, die ihnen in der laut gewordenen
Landschaft m
Wir
wünschen den TeilnehmerInnen unserer Tagung viel
Erfolg in ihren Aktivitäten und zwei angenehme Tage in Stein am Rhein!
Verein schäft qwant
Venanz Nobel, Vize-Präsident


· 12 bis 14 Uhr: Ankunft in
Stein am Rhein, Check-in im Hotel Grenzstein. Für Abholdienst am Bahnhof Stein:
Tel. 079 667 41 93
· 13.30 Begrüssungs-"Apero"
· 14.00 Eröffnung der Tagung
Was kann jenische Kulturarbeit leisten?
Was kann jenische Kulturarbeit erhoffen?
Was kann jenische Kulturarbeit tun?
· Vorstellung der TeilnehmerInnen und ihrer künstlerischen Arbeiten
· Einführung in den Fragenkomplex am Beispiel einzelner TeilnehmerInnen und ihrer Werke
· 16.00 Kaffeepause
· 16.30 Kulturelle Identität des jenischen Volkes:
Referate S. Borri und V. Nobel:
· Was macht jenische Kulturarbeit identifizierbar, woran erkennt man jenische Kunst?
· Was verbindet die jenischen KünstlerInnen, worin unterscheiden sie sich?
· Was unterscheidet sie von der Kulturarbeit der Mehrheitsgesellschaft?
· Gefahren und Chancen der jenischen Kulturarbeit
· Jenische Kultur als nicht staatlich und territorial gebundene künstlerische Ausdrucksform und im vergleich mit andern nicht territorialen Kulturen (Roma, Juden,....)
· Workshop / Diskussion: Literatur der Jenischen
· Textbeispiele
und Tagungsbeiträge jenischer SchriftstellerInnen
· Referat
Simone Schönett
· der
politische Ausdruck jenischen Kulturschaffens:
direkter politischer Ausdruck in Malerei und Schriftstellerei; der politische
Ausdruck des vermeintlich unpolitischen Überlebens der jenischen
Kultur in ihrer mehrheitsgeprägten Umgebung
· 18.30
Ende des ersten Teils
· 19.30
Nachtessen, offeriert von GMS, Gesellschaft Minderheiten Schweiz und Frau Dr.
Ellen Ringier
· Abendgestaltung
frei, Kegelbahn im Hotel steht zur Verfügung
Sonntag, 11. Februar
· Frühstück für unsere Hotelgäste
· 9.00 Eröffnung des zweiten Tages
· Die Verfolgung der Jenischen und deren Auswirkungen auf die Kultur
· Referat / Textbeitrag Mariella Mehr
· Vereinsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit der Jenischen
· Referat Roland Sieber, VdJ e.V.: Die Öffentlichkeitsarbeit jenischer Vereine
· Referat Walter Wegmüller: Wie können jenische Künstler sich vermarkten? Wie und was müssen Jenische machen, dass sie mit ihrer Arbeit an die Öffentlichkeit kommen?
· 10.45 Kaffeepause
· 11.15 Workshop Jenische in der Musik, der bildenden Kunst und im Theater
· Vom Puppenspieler und Moritatensänger zu den Marx-Brothers und den Boulevard-Medien
· „Schacherseppeli“ als Lagerfeuer-Romantizismus der Innerschweizer Landbevölkerung
· 12.45
Mittagessen, offeriert von GMS, Gesellschaft Minderheiten Schweiz und Frau Dr.
Ellen Ringier
· 14.00 Workshops:
· Jenische in andern kulturellen Bereichen
· Emanzipation der jenischen Kultur im historischen Prozess
· Wechselwirkung zwischen Kunsthandwerk, Volkskultur und Kunst
· Überleben als Kunstform – Beuys und die Jenischen
· Jenischer Lebenswitz und der Mut der Verzweiflung
· 16.00 Kaffeepause
· Jenische und die offizielle Kulturpolitik
· Jenische als Spielball der (Kultur-)politik
· Situative Kunst: vergängliche Werke, Musikimprovisationen, u.ä. als nicht wahrgenommene Kulturbeiträge eines Volkes an die Mehrheitsgesellschaft
· Diskussion und Verabschiedung des
Tagungs-Manifests
· 18.00 Ende des zweiten Tags, Abreise der Tagungsgäste