(aus dem Pressetext des Vereins:) Einmalig und erstmals in Deutschland
stellt sich die Kulturgruppe der deutschen Jenischen mit ihren
fahrenden Handwerken und Spielen, ihrer Sprache und ihrer Musik der
Öffentlichkeit vor! Mitten unter uns, aber doch geheimnisvoll,
missverstanden und unnahbar – so leben die Jenischen in Deutschland,
dem Elsass, Österreich und der Schweiz. Wer sind sie? Wo kommen
sie her? Was prägt ihre Kultur? Darüber kann man jetzt
endlich etwas erfahren – bei einer Begegnung auf dem 1. Großen
Kulturfest der Jenischen in Deutschland!
Singen am Hohentwiel
ist eine junge, moderne Stadt. Doch gab es bereits in seiner
Dorfgeschichte und während der kriegerischen Auseinandersetzungen
am Hohentwiel immer wieder fahrende Handwerker, die hier ihre Dienste
angeboten haben. Nach dem 1. und vor allem nach dem 2. Weltkrieg wurden
die „Fahrenden“ allgemein angesiedelt, man wollte den Menschen ein
besseres Leben bieten, doch mit dem Ende der fahrenden Handwerke kam
auch große wirtschaftliche Not. In der Industrialisierung
brauchte niemand mehr Korbmacher und Kesselflicker. Inzwischen haben
aber viele Familien einen wirtschaftlichen Neuanfang geschafft.
Singen ist heute mit rund 500 jenischen Einwohnern aus der 500.000
Einwohner zählenden deutschen Volksgruppe der Jenischen eine ihrer
größten Gemeinden. Deshalb hat sich hier auch erstmals ein
„Verein der Jenischen
e.V.“ gegründet, mit dem Ziel, die Volksgruppe in
Deutschland zu vertreten und die Kultur und Sprache zu erhalten.
Auf dem
1. Großen Kulturfest
der Jenischen in Deutschland am Freitag, dem 17. und Samstag, den 18.
September 2004 jeweils von 10 bis 18 Uhr in und um die
Scheffelhalle werden vor allem die historischen Handwerke gezeigt, wie
sie seit dem Mittelalter entstanden sind: Korbflechter, Messer- und
Scherenschleifer, Kurzwaren-, Schmuck- und
Antiquitätenhändler, Schirmmacher, Kesselflicker und
Schausteller. Deshalb ist mit Kinderkarusellen, Pferdeschau und
historischen Spielen besonders etwas für Kinder geboten! Aber auch
für Gespräche, Geschichtenerzählen und einfach das
Kennen lernen sollen viel Platz sein. Man kann an der Scheffelhalle
etwas über die Sprache der Jenischen erfahren und sehen, wie die
Familien heute durch neue Unternehmen ihren Platz in der modernen
Wirtschaft in Europa gefunden haben.

Gleichzeitig wird
über die Jenischen in Singen in der Scheffelhalle eine Ausstellung
gezeigt und im SINGEN Jahrbuch 2004 ist erstmals ein Beitrag zur Kultur
und Geschichte der Jenischen erschienen.
Der „Verein der Jenischen
e.V.“, die erste Vertretung der
deutschen Volksgruppe, lädt die ganze Bevölkerung herzlich
ein.
1. Kulturfest der Jenischen in Deutschland
Freitag, 17. September 2004 – 10 – 18
Uhr,
Samstag, 18. September 2004 – 10 – 18
Uhr,
Scheffelhalle, Schaffhauser
Straße, Singen
Literaturhinweis:
„Das Kulturerbe der Jenischen und ein
neuer Aufbruch“
Beiträge
im:
SINGEN Jahrbuch 2004,
ISBN 3-933356-25-3
eMail
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