
In Italien leben ca. 293'000 Jenische.
Jenische im Südtirol haben vor allem traditionelle Bindungen und Verwandtschaften mit Jenischen in Österreich. Da bis Mitte des 19. Jahrhunderts die meisten Jenischen in der Schweiz papierlose "Heimatlose" waren, werden sie in der italienischsprachigen Schweiz und Teilen Norditaliens noch heute "Matlosi" (von deutsch: heimatlos) genannt.
Die "Römer Ehe" (im Vatikan geschlossene Ehe) und die "sardische Ehe" (vor dem König von Sardinien-Piemont geschlossene Ehe) waren für viele Jenische aus der Schweiz Möglichkeiten, Personalpapiere zu erhalten. Sei es, dass das Reisegeld knapp war oder dass die Landschaft "zu" lieblich, die Geschäftsmöglichkeiten "zu" gut waren, jedenfalls kehrten
etliche dieser jungen Familien nicht in die Schweiz zurück, sondern brachten ihre für italienischsprachige Leute seltsam klingenden Familiennamen bis nach Sardinien und Sizilien, wo heute noch jenischstämmige Familien mit deutsch klingenden Namen leben.