
In der Schweiz leben ca. 35'000 Jenische.
Rund 5'000 von ihnen fahren auf Reise, leben ganz oder jahreszeitlich im Wohnwagen. Von 1926 bis 1973 wurde den Jenischen in der Schweiz vom staatlich finanzierten sogenannten "Hilfswerk Kinder der Landstrasse" systematisch die Kinder weggenommen und in Heimen, Anstalten oder bei "Pflegefamilien" (meist Bauern, die billige Knechte brauchten) untergebracht.
Diese Kindswegnahmen hatten das Ziel, die fahrende Lebensweise auszurotten und waren gemäss der UNO-Definition ein Völkermord, der aber bis heute vom Staat nicht als solcher anerkannt wird.
Die Betroffenen erhielten zwar kleine "Wiedergutmachungen" und die älteste Organisation der Jenischen, die Radgenossenschaft der Landstrasse, wird seit Mitte der 1980er-Jahre durch eine kleine jährliche Subvention unterstützt.
Trotzdem, und obwohl die Jenischen mittlerweile den Status einer "nationalen Minderheit" erhielten, tun sich die Behörden aller Stufen auch heute schwer, den Lebensalltag der Jenischen zu akzeptieren und ihnen den nötigen Lebensraum zur Verfügung zu stellen.
Jenische Organisationen in der Schweiz: